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Was ist ein Chawan? So wählst du deine Matcha-Schale

Wenn du von Sachets oder einer Tasse zu echter Matcha-Zubereitung wechselst, leistet ein Gegenstand mehr als jeder andere: der Chawan. Man tut ihn leicht als nur eine Schale ab, aber im Chawan wird Matcha tatsächlich gemacht, und seine Form wirkt sich direkt darauf aus, wie gut du aufschlagen kannst und wie das Getränk gelingt.

Was ein Chawan ist

Ein Chawan ist die traditionelle japanische Schale zum Aufschlagen und Trinken von Matcha. Anders als eine Tasse ist er weit und offen, mit genug Platz am Boden, damit sich ein Chasen (Bambusbesen) frei bewegen kann. Diese Weite ist nicht dekorativ: Sie lässt dich in zügiger Bewegung aufschlagen, ohne dass sich das Pulver in einem engen Boden verfängt, und so bekommst du eine glatte, klumpenfreie, sanft schaumige Tasse.

Warum die Form zählt

Ein guter Chawan hat einen gerundeten Innenraum und einen eher flachen Boden. Die Rundung führt den Besen, und die flache Mitte gibt den Borsten Raum, den Tee zu belüften. Zu eng, und du kannst nicht richtig aufschlagen; zu flach, und der Matcha spritzt. Die klassischen Proportionen gibt es, weil sie funktionieren, verfeinert über Jahrhunderte täglichen Gebrauchs. Auch Größe und Jahreszeit spielen eine Rolle: weitere, flachere Schalen werden im Sommer bevorzugt, tiefere im Winter, um die Wärme zu halten. Eine gut gemachte, mittelgroße Schale deckt das ganze Jahr ab.

Wie man eine auswählt

Suche eine Schale, die sich in den Händen ausgewogen anfühlt, mit einem Innenraum, der weit genug zum Aufschlagen ist (etwa 11 bis 13 cm Durchmesser sind eine bequeme Alltagsgröße), und einer Glasur, die du jeden Morgen gern ansiehst. Handgefertigte Stücke haben kleine Abweichungen in Farbe und Form; das gehört zu ihrem Charakter, es ist kein Makel.

Die Kühlschale, die dazu passt: der Yuzamashi

Der Chawan hat einen natürlichen Begleiter, den Yuzamashi, eine kleine Kühlschale, mit der frisch aufgekochtes Wasser auf die richtige Temperatur gebracht wird, bevor es den Matcha berührt. Matcha bereitet man am besten bei etwa 70 bis 80 Grad zu, nicht kochend, denn zu heißes Wasser verbrennt das Pulver und holt Bitterkeit heraus. Unser Leitfaden zur Wassertemperatur erklärt, warum diese wenigen Grad zählen, und was ein Yuzamashi ist geht tiefer auf das Werkzeug selbst ein.

Die Pflege deiner Schale

Spüle den Chawan nach Gebrauch mit warmem Wasser und lass ihn vor dem Verstauen vollständig an der Luft trocknen, und vermeide aggressive Reinigungsmittel, die an porösen Glasuren haften und die nächste Tasse verfälschen können. Fasse den Rand behutsam an, denn dort beginnen Abplatzungen meist. Mit etwas Pflege hält eine gute Schale jahrelang.

Wo die Schale hingehört

Ein Chawan allein genügt für den Anfang, zusammen mit einem Chasen und gutem Matcha. Um zu sehen, wie die Teile zusammenspielen, zeigt unser Überblick über die Werkzeuge hinter dem Ritual, wie Schale, Besen, Löffel und Kühlschale jeweils ihre Rolle spielen.

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